Logo der Astrid-Lindgren-Schule
so finden sie uns!!

Astrid-Lindgren-Schule, Förderschule des Kreises Aachen

Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung

Unser Schulkonzept

Inhalt:

Vorwort

Ein Name verpflichtet

Allgemeine Informationen

Auftrag, Leitideen und Ziele

Wege und Methoden unserer(sonder-) pädagogischen Förderung

1. Säule: Beratung

2. Säule: (Sonder-)pädagogischer Unterricht

3. Säule: Therapieorientierte Maßnahmen

4. Säule: Schulsozialarbeit

5. Säule: Kooperation und Vernetzung

Vorwort:
In den letzten zehn Jahren konnten wir an der Astrid-Lindgren-Schule, Schule mit dem Förderschwerpunkt soziale und emotionale Entwicklung des Kreises Aachen, einen Wandel in unserer Schülerpopulation feststellen, der einerseits Folge der Integrationsbewegung im Kreis Aachen, andererseits Spiegelbild unserer veränderten Gesellschaft ist.

Im Kreis Aachen wird die Aussage von Jakob Muth: "Soviel Integration wie möglich, so wenig Separation wie nötig“ umgesetzt. So ist der Kreis Aachen in Bezug auf die Zahl der im Gemeinsamen Unterricht geförderten Schüler in NRW führend.

Dies hat wiederum Auswirkungen auf die Schülerschaft der Astrid-Lindgren-Schule. In unserer Schule werden zurzeit die Kinder und Jugendlichen gefördert, deren Förderbedarf so extrem hoch ist, dass sie mit den Ressourcen der Grundschule und des Gemeinsamen Unterrichts nicht mehr adäquat beschult werden können.

Diese Kinder und Jugendlichen reagieren immer auffälliger auf ihre Lebensbedingungen. Zunehmende Armut, Arbeitslosigkeit und Perspektivlosigkeit der Eltern, schlechte Wohnverhältnisse und miserable Bedingungen des Wohnumfeldes (vgl. Baum 1996, S. 52) wirken sich verunsichernd auf die Kinder und Jugendlichen aus. Die Irritation der Eltern und Schulen in Erziehungsfragen (zunehmende Wertepluralität und Werteverunsicherung) und gesellschaftliche Individualisierungs- und Entstrukturierungsprozesse (Statusverlust der Familie) tragen zur Verschärfung der Situation bei (vgl. Schrapper 1998, S. 133).

"Die gesellschaftlichen Veränderungen bezüglich Individualisierung und Entstrukturierung treffen besonders die Klientel der Verhaltensgestörtenpädagogik ganz drastisch, da sie dem Zwang zur biographischen Selbstinszenierung, d.h. zu risikoreichen Entscheidungen in einem bisher unbekannten Maße ausgesetzt sind. Im Kontext von Armut und sozialer Benachteiligung entsteht ein Symptomfeld gesellschaftlicher Risikolagen, die gesellschaftliche Desintegrationsprozesse fördern." (Birgit Warzecha, "Qualitätsentwicklung". Kooperation zwischen der Verhaltensgestörten-pädagogik und der Kinder- und Jugendhilfe, S. 48 in Zeitschrift für Heilpädagogik 2/1999)

In der ALS werden deshalb die Kinder und Jugendlichen gefördert, deren emotionale und soziale Entwicklung so beeinträchtigt ist, dass eine hinreichende Förderung im Unterricht der allgemeinen Schule auch mit Hilfe anderer Dienste nicht mehr möglich ist und die eigene Entwicklung oder die der Mitschüler/innen erheblich gestört oder gefährdet wird.